KLASSENLEBEN

INHALT

Auf Augenhöhe mit den Kindern nimmt der Regisseur Hubertus Siegert teil am Abenteuer eines Schulhalbjahrs der Förderklasse 5d, in der Schüler extrem unterschiedlicher Fähigkeiten zusammen lernen. Ein Teil der Kinder hat keine Behinderungen, vier der Kinder sind als behindert eingestuft, von lernschwach bis schwerbehindert – und werden nicht benotet. Erfolge und Konflikte, Spaß und Tränen, Witz und Mühsal, Rivalitäten und Freundschaften blitzen in den verschiedenen Geschichten auf, die zusammen das bewegende Bild eines vielschichtigen und spannenden, ganz eigenen Universums zeichnen: ein Klassenleben. 
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KLASSENLEBEN
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„Ich glaube, Erziehung hat mit allem was zu tun: mit Bestechung, mit Erpressung, mit Schreien und mit Freundlichsein. Das letztere ist notwendig, damit die Kinder die Lehrer nicht hassen.“
Dennis, 12 , Schüler

Vielleicht müsste man erstmal lernen, solche Menschen, die hinterm Rücken gröhlen oder Gesichter verziehen zu ignorieren und sich nicht von anderen stören zu lassen.
Luca, 12 , Schülerin

DIE KINDER AUS KLASSENLEBEN

Natalie
Marvin und Christian

Dennis
Johanna
Luca
Klassengemeinschaft

ENTSTEHUNG DES FILMES

Aufgrund der anstehenden Einschulung seines Sohnes traf sich der Regisseur Hubertus Siegert 2003 mit einer Lehrerin, deren Schule mit einem bisher einzigartigen Konzept arbeitete: Klassen, in denen sowohl behinderte als auch nicht behinderte Kinder unterrichtet wurden. Was er dann über diese Form des gemeinsamen Unterrichtes erfuhr, fand er so faszinierend, dass er einem großen Publikum davon berichten wollte: Die Idee zum Film KLASSENLEBEN war geboren. nur 12 Monate später waren Vorbereitungen, Planung und Dreharbeiten abgeschlossen – und 100 Stunden Material mussten gesichtet werden.
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UMSETZUNG

Gedreht wurde an insgesamt 35 Drehtagen, die sich auf jeweils ein- bis zweiwöchige Blöcke über das Schulhalbjahr verteilten. Der Drehtag begann in der Regel morgens um halb sieben vor der Schule, wo die ankommenden Schüler und die Nahtstelle zwischen außerschulischem und schulischem Leben gefilmt wurde. Für den Schulalltag der Schüler brachten die Dreharbeiten durchaus sichtbare Auswirkungen mit sich. Die Fenster des Klassenzimmers mussten abgetönt werden, um stabile Lichtverhältnisse und damit die Bewegungsfreiheit der Kamera zu gewährleisten.  Die Filmcrew bestand aus Ulla Kösterke bzw. Wolfgang Schukrafft, die den Ton einrichteten und aufnahmen, Armin Fausten als Kameramann und dem Regisseur Hubertus Siegert, der über einen mobilen Monitor und Funkton die Arbeit seiner Kollegen verfolgen und Hinweise geben konnte.

REAKTIONEN AUF DEN FILM

„Hubertus Siegerts einfühlsame Beobachtungen kommen ohne Kommentar aus, nur die Kinder reden aus dem Off übers KLASSENLEBEN. Wer bisher glaubte, das zeitige Sortieren der Kinder nach Leistung sei der einzige Weg zu besseren Ergebnissen, dürfte nach diesem Film ins Grübeln kommen.“ 
Leipziger Volkszeitung

„KLASSENLEBEN kommt mit zarten Tönen und ganz ohne erhobenen PISA-Zeigefinger oder Weltverbesserungsgeschrei aus, weist aber in eine bestimmte Richtung: Jede Schule sollte eine Prüfung sein, die aus mehr als dem Abschreiten des Lehrplans besteht.
critic.de

„Die aufmerksame Kamera auf Kinderhöhe als unsichtbare Mitschülerin… Siegerts Film vermittelt eine authentische Atmosphäre, intime Einblicke in eine außergewöhnliche Klasse. Er gewinnt an Tiefe, indem er Empfindungen zur Sprache bringt, die nicht ohne Weiteres abfotografierbar sind, die sich dem Blick entziehen: Träume, Sehnsüchte, Erinnerungen.“
film-dienst

KLASSENLEBEN eröffnet dem Zuschauer eine außergewöhnlich lebendige Schulwelt. Die Regie vermeidet sentimentale Niedlichkeiten, selbst in Situationen, die dazu verführen könnten. KLASSENLEBEN nimmt seine Protagonisten ernst und überzeugt durch die Integrität und Demut, mit der das Filmische hinter den Akteuren zurücktritt. So viel Anstand steckt an: Die Popgruppe Abba hat die – sonst unerschwinglichen – Lizenzrechte für den Schlusssong DANCING QUEEN fast umsonst erteilt.“ 
Tagesspiegel
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CREDITS

D 2005, 87 min., 35 mm, 1 : 1,66, Dolby Digital © S.U.M.O. Film
Produktion, Buch und Regie: Hubertus Siegert
Schnitt: Bernd Euscher
Rohschnitt: Heike Parplies
Kamera: Armin Fausten
Lichtbestimmung: Patrick Lindenmaier
Ton: Ulla Kösterke, Wolfgang Schukrafft
Sounddesign: Alexander Saal
Tonschnitt: Daniel Dietenberger


Mischung: Michael Hinreiner
Musikberatung: Thomas Krinzinger
Standfotos: Wolfgang Borrs, Katrin Knoke
Titelgrafik: www.lsd-berlin.de
Dramaturgische Beratung: Barbara Sichtermann, Sten Nadolny, Oliver Rauch
Herstellungsleitung: Ulrich Adomat
Redaktion RBB/ARTE: Anette Fleming